Herzschlagfinale bei den Herren

Schwierigste Streckenverhältnisse durch kurzen Platzregen

Auch in diesem Jahr konnte man am Rande des Wiehengebirges nicht gerade von stabilen Wetterverhältnissen sprechen. Kurz nachdem die Läuferinnen und Läufer den Startplatz in das schützende Grün des Meller Berges verlassen hatten, öffnete der zornige Himmel wieder mal seine Schleusen und lies es wie aus Eimer hernieder prasseln.

Die Athleten auf der anspruchsvollen Laufestrecke, die ausschließlich durch die hügelige Waldlandschaft des Meller Berges führte, bekamen von dem Regen kaum etwas mit. Derart konzentriert fochten sie um die Reihenfolge, in der sie durch den Zielbogen laufen wollten. Während bei den Damen die ersten Plätze nach dem vierten Wertungslauf fest vergeben waren, blieb bei den Herren noch alles offen. Es waren spannende Minuten als sich im Führungsfeld dramatische Szenen abspielten.

Unbeirrt führte Hans Peter das Feld an. Er scheint in diesem Jahr, im biologischen Alter von 50 Jahren und dem gefühlten Alter von 30 Jahren, in seiner Bestform zu sein. Ein durch den Platzregen entstandener Rinnsal, der hinter einer nicht einsehbaren Stelle hinunterfloss, kreuzte die zu passierende Strecke. H.P. der in einem berauschenden Tempo die Führung ausbauen wollte, verlor in dem rutschigen Nass seine Bodenhaftung und wurde von den Wasser mengen umgerissen. Dabei fiel er auf seine Hüfte die nun mit Schürfwunden übersäht war. Die Gelegenheit, für den bisher in der Gesamtwertung führenden Achim, vorbeizuziehen. Wie schnell kommt H.P. wieder auf die Beine und kann er noch trotz Sturz weiterlaufen. In nur Bruchteilen von Sekunden schob der gestürzte jeglichen Gedanken an die Schmerzen weg, richtete sich wieder auf und zog im Visier seines Gegners, ihm den Rücken zugewandt von dannen.

Mit nur 35:52 mm:ss sprintete Hans Peter Igelbrink ins Ziel und kam so als Spätstarter im Dreierpack von Rang 0 auf Platz 1. So blieb Achim Lehmann in diesem Jahr der zweite Platz mit 36:32 mm:ss und den dritten Platz belegte Sebastian Maschmeyer in einer Zeit von 37:03 mm:ss. Die Frauen, deren Laufleistungen genauso beeindruckend sind, haben die Plätze im Führungsfeld bereits beim Dütelauf in das Geschichtsbuch des „Dreierpack“ gemeißelt. Hier konnte Britta Mergelmeyer mit einem Sieg Ihren Platz 2 in der Gesamtwertung sicherstellen. Und bei Anja Bitter gewinnt man den Eindruck, dass sie nur durch Nichtteilnahme den ersten Platz verfehlen kann. Beim Berglauf gewann sie mit einer Zeit von 42:25 mm:ss, Bergit Bluda folgte ihr auf Platz zwei mit 45:53 was ihr in der Gesamtwertung den dritten Platz einbrachte. Britta die als dritte einlief benötigte für die Strecke nur 48:24 mm:ss.

Durch di extremen Wetterverhältnisse wurden die Startnummern der Nachmelder zum Teil völlig vernichtet. Dies führte dazu, dass sich die Auswertung extrem schwer gestaltete. Da Läufer beim Zieleinlauf links und rechts nicht so viel wahrnehmen, konnten die Helfer der Zeitnahme nicht jedem Finnischer die richtige Nummer entlocken. Gegen 21:30 war das Puzzle dann aber zusammengesetzt und in den Listen könnt ihr nun die kompletten Ergebnisse entnehmen. Für die nichtgeehrten Plätze 4 -10 in der Gesamtwertung wird es bestimmt noch eine nachgeholte Siegerehrung mit Verteilung der Pokale geben.

Schon jetzt laden wir alle ein, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.